Montag, 25. August 2014

Rezension: "Totenleuchten"

Totenleuchten

von  

Klara Nordin


 ISBN: 978-3-462-04693-9
Erschienen am: 14.08.2014
336 Seiten, Taschenbuch
Kiwi 1403
Inhalt: 
In Jokkmokk, einen kleinen Ort in Lappland (Schweden), schreckt ein brutaler Mord an einem jungen Mann die Bewohner auf. Linda Lundin tritt gerade ihren Dienst als Hauptkommissarin an und muss mit ihren Kollegen Margareta und Bengt gleich in dem schwierigen Fall ermitteln. Verdächtige mit Mordmotiven gibt es genug. Auch im Privatleben der ermittelnden Polizisten gibt es unerwartete Schwierigkeiten.

Mein Eindruck: 
Ein flüssig geschriebener Krimi über einen brutalen Mord. Die Ermittlungen gestalten sich schwierig. Nicht nur Linda Lundin muss sich mit samischen Gebräuchen zurechtfinden, sondern auch ich als Leser. Die Landschaft rund um Jokkmokk am Polarkreis ist anschaulich beschrieben. Die Menschen haben oft genug Geheimnisse, die sie nicht unbedingt mit Anderen teilen wollen. Es gibt sympathische Figuren und weniger sympathische, wie im richtigen Leben. Auch die Polizisten haben ihre privaten Probleme und Sorgen, die nicht alle mit dem Mordfall zu tun haben.

Ich habe das Buch sehr schnell durchgelesen obwohl es nicht permanent spannend war. Gefallen hat mir, dass die Lebensgeschichten der Bewohner gut beschrieben sind. 
 
Die Lösung des Mordfalles war für mich eine Überraschung, nicht unbedingt vorhersehbar. Spannung bis zum Schluss. 
 
Das Cover in Blautönen mit Rentieren und der Titel „Totenleuchten“ in Blutrot passen zum Buch.

Ich hätte mir einen Anhang mit Erklärungen der samischen Wörter und Gebräuche gewünscht. Ich muss zugeben, dass ich gerne Begriffe nachschlage auch wenn sie im Buch erklärt sind.

Ein lesenswerter Krimi.

Wenn die "Waschfrau" Urlaub macht.

Der örtliche Fußballverein AS UNITED suchte eine Urlaubsvertretung für die Trikotwäsche. Meine beiden Söhne sind im Verein aktiv und so sind Koffer und Tasche bei uns gelandet und die Waschmaschine hat einige Extrarunden gedreht. Pro Trikotsatz 2 Wäschen.


Wenn sich jetzt jemand fragen sollte wie ein "Dorfverein" zu einem solchen Namen kommt.

Albringhausen/Schorlingborstel United (gemeinschaftlich)

Der rote Bulle steht für die Kühe in beiden Ortschaften. Die spielen nicht mit, aber prägen das Dorfbild.


Hier ein Satz Trikots einschließlich Stutzen und ein Paar schwarzer Socken (ist wohl jemand barfuß nach Hause gegangen......).

Samstag, 23. August 2014

5 Liter, 416 Gramm und 72 Gramm

Mein Mann hatte heute Zeit und Muße mir in der Küche zu helfen - weil die Bundesliga (endlich wieder) im Radio übertragen wurde.
Wir haben eine Tomatenschwemme, kein Wunder, bei 27 Tomatenpflanzen. Zugegeben ein paar zu viel aber ich wollte im Frühjahr keine Jungpflanzen wegwerfen.
Mein Mann hat die reifen Tomaten gepflückt und wir haben sie gemeinsam enthäutet, zerschnippelt, einmal aufgekocht und in Weckgläser gefüllt. 30 Minuten bei 90°C eingekocht und 5 Liter "Tomatengrundsuppe" für den Keller sind fertig.


Ist  eine Premiere - habe ich zum ersten Mal gemacht.


Darf ich vorstellen?
Links unsere größte Tomatensorte - diese bringt 416 Gramm auf die Waage.
Rechts unsere kleinste Sorte - süße Snacktomaten.


Den allerletzten Rest vom geschenkten Dekostoff habe ich ratzfatz zu einem Jeanshosenbein-Utensilo verarbeitet.

Vernähter "Stoff" = 72 g

Damit habe ich 346 g Stoff verarbeitet - weniger als das Gewicht einer Tomate....

Freitag, 22. August 2014

Mein Stofflager sollte eigenlich leerer und nicht voller werden.

Ich habe mir, mal wieder, ein Stoffkaufverbot erteilt. Ich weiß gar nicht zum wie vielten Mal. Ich halte mich einfach nicht daran. Dann werde ich auch noch von verschiedenen Seiten mit Stoff beschenkt und freue mich natürlich darüber. Aber mit dem Nähen komme ich einfach nicht hinterher.

Meine Schwägerin hat mir gerade mal wieder Stoff geschenkt und bevor ich den einlagere habe ich einen davon heute zu einemm Stoffbeutel vernäht. Spart mir Platz im Schrank.


 Ein dicker Dekostoff der sich super nähen ließ.


 Dieses Mal ein Stoffbeutel mit "Boden".


Irgendwie muss ich mir zukünftige Stoffkäufe, auch spontane, ja schönreden. Also habe ich die drei letzten genähten Teile (2 x Beutel, 1 Shirt) gewogen:

274 g vernähter Stoff 

Durch den Jersey ein gaaaanzg klein wenig mehr Platz für ein neues Stöffchen. Die beiden anderen haben den Stoffschrank nicht mal von weiten gesehen.

Mittwoch, 20. August 2014

Stoffbeutel

Einkaufsbeutel aus Stoff kann frau doch immer brauchen, oder?

Für meine Schwägerin.


Vorderseite.


Rückseite (oder umgekehrt).

Sie hat mir eine Tüte voll Stoff geschenkt. Den vom oberen Bild habe ich gleich für einen Stoffbeutel auserkoren. Ich habe den Dekostoff so zugeschnitten, dass das Haus mittig drauf kommt. Deshalb reichte es auch nur für eine Taschenseite.
Ich bin froh, dass ich aus dem Stoff keine Vorhänge nähen muss - so was von flutschig! Die Reste habe ich auch gleich in Ablage P (Papierkorb) verbannt.

Umnutzung einer WC-Garnitur

Gestern hatten wir Mäusealarm im Haus.

Mein Sohn hat im Esszimmer etwas an der Wand langhuschen gesehen und gleich beide Türen geschlossen. Ich habe den Kater reingeholt der das ganze Esszimmer "abgenommen" hat und dann schnurrend in der Ecke saß. Die Maus war inzwischen über den Flur in den Hauswirtschaftsraum geflüchtet und wurde von 4 Personen, bewaffnet mit Besen, Pümpel und Schrubber, verfolgt.
Gesehen haben wir sie alle, sind aber mit unseren "Schlagwerkzeugen" immer zu spät gekommen. 
Die Katze, die ich reingeholt habe, wußte so gar nicht was das "aufgeregte Menschenvolk" von ihr wollte und hat die Zusammenarbeit verweigert.
Dann ist dies kleine Mistvieh unter der Tür durch und mein Sohn hatte sie in einer Papprolle (Wachstuch) "gefangen". Was machen wir Deppen? Schütten die Rolle im Hauswirtschaftsraum aus und die Maus verschwindet hinter der alten Spüle. Mein Mann hat die Türen mit Ziegelsteinen und Handtüchern abgedichtet damit die Maus über Nacht nicht durchs ganze Haus laufen kann. 

Heute morgen saß die Maus im Badezimmer (grenzt an den HWR). War trotz mit Handtuch abgedichteter Tür durchgeschlüpft. Es war eine Spitzmaus. Ich habe meinen Mann (mit Besen bewaffnet) zur Hilfe geholt und die Suche ging aufs Neue los. Dann sah mein Mann die wackelnde Klobürste in der Halterung. Die Maus saß unten drin! Klobürste raus, Halterung in die Badewanne und dann gemeinsam beschlossen die Spitzmaus leben zu lassen. Also Halterung in eine Plastiktüte, oben zuhalten, dem Mann in die Hand drücken, der die Spitzmaus im Garten in der allerletzten Ecke in die Freiheit entlassen hat. Ich durfte die Kackhäufchen entsorgen. Das so ein kleines Tier so viel "Mist" produzieren kann.

Also, wenn ihr mal Mäuse im Haus haben solltet
 - guckt in der WC-Garnitur nach!


Dienstag, 19. August 2014

Shirt "Imke" mit Chenille-Effekt

Mal wieder was im www gefunden was ich unbedingt ausprobieren mußte.

Chenille-Effekt mit Jersey nach dem Tutorial von Emithe.

Genäht habe ich ein Shirt Imke (Farbenmix) in Gr. 134. 
In der Länge etwas gekürzt.


Der Jersey hat nur für die Vorderseite und die Ärmel gereicht.

Deshalb große Punkte für die Rückseite.


Oben der Chenille-Effekt vor dem Waschen, unten nach dem Waschen.

War ein einmaliger Versuch - ist nix für meine Rheumafinger (einschneiden).

Schnittmuster:
Imke aus dem Buch "Sewing Clothes Kids Love"

Sonntag, 17. August 2014

Einem geschenkten Gaul......

.....schaut man nicht ins Maul.

Meine Schwägerin hat mir eine Tüte mit Stoff mitgebracht. 
Heute durften die ersten Stoffe ihre Runde durch die Waschmaschine drehen um den "Schrankmuff" loszuwerden. Danach mit mehreren Wäscheklammern gut gesichert auf die Leine in den norddeutschen Wind, der heute reichlich wehte.


Auf diesem Bild die Stoffe die ich einlagern, bzw. demnächst verarbeiten werden.

Hier ein Stretchstoff mit glatter Rückseite (Velour?) der vor 20 Jahren bei älteren Damen beliebt war.
Nicht meine Farben und nicht mein Muster.
Was ich mit dem anfangen soll weiß ich nicht.
Wenn also jemand einen solchen Stoff sucht bitte melden - ich verschenke ihn.

Ein Wildlederimität (?) mit glatter schwarzer Rückseite (elastisch).
Ist noch nicht gewaschen. Mal sehen wie er nach dem Waschmaschinengang aussieht.
Ist wohl auch eher ein Stoff zum Verschenken oder basteln.

Samstag, 16. August 2014

Buchrezension - Der eiserne Sommer

Der eiserne Sommer
von
Angelika Felenda


SUHRKAMP NOVA
ISBN: 978-3-518-46542-4
435 Seiten
Erscheinungsdatum: 18.08.2014

Ein Krimi der mich gefesselt hat. Für mich das beste Buch seit langem.

Kommissär Reitmeyer, ermittelt in einem Mordfall in München im Jahre 1914. Der Ausbruch des ersten Weltkrieges steht unmittelbar bevor und Mitglieder des Militärs sind in den Mordfall (es bleibt nicht bei einem Mord) verwickelt.

Nicht nur die Handlung spielt 1914, nein auch viele Ausdrücke versetzen den Leser zurück in die Vergangenheit. Zu Anfang hat mich das etwas befremdet aber je weiter ich gelesen habe um so mehr fühlte ich mich um 100 Jahre zurückversetzt.
Es gibt nicht nur den einen Erzählstrang, aber erst im Laufe des Buches kann man als Leser die Fäden zusammenfügen um gleich wieder vor dem nächsten Knäuel zu stehen.
„Kommisär“ Reitmeyer, die Hauptfigur ist mir sehr sympathisch und der Mann muss so einige private und berufliche Probleme lösen. Die gesellschaftlichen Machenschaften zwischen Militär, Adel und dem „normalen Volk“ haben mich voll in den Bann gezogen.

Ich habe durch das Buch einen anderen Blick auf die Zeit vor 100 Jahren bekommen. Es ist für mich nicht „nur“ ein Krimi sondern auch ein Geschichtsbuch. Nicht die Geschichte, die ich aus der Schule kenne sondern die alltäglichen Sorgen und Nöte der Menschen, die Machenschaften der Militärs und die zeitweise Ohnmacht der untergebenen Kriminalbeamten.

Meine Befürchtung, dass ein bayrischer Krimi zu viel unverständlichen Dialekt für eine norddeutsche Leserin mit sich bringt hat sich nicht bewahrheitet.

Es freut mich, dass Angelika Felenda eine Serie um Kommisär Reitmeyer plant.
Ich hoffe ich muss nicht zu lange auf den zweiten Band der Serie warten.

Das Buchcover zeigt ein zeitgenössisches Foto – sehr passend. In schwarz/weiß gehalten, nur der Titel und eine Person im Hintergrund des Fotos sind farblich blau hervorgehoben.

Der Titel „Der eiserne Sommer“ ist gut gewählt da auch das Militär eine Rolle im Buch spielt.







Mittwoch, 13. August 2014

Treckertasche fürs Treckerkino

Im Nachbarort wird am 30. August ein Treckerkino veranstaltet.

Jeder kann mit dem großen Schlepper, Oldtimertrecker, Rasenmähertrecker oder Trettrecker kommen.

Ich werde mit einem Trecker auf der Tasche hingehen und darf als "Fußgänger" ganz vorne sitzen.

Gezeigt wird "Neues aus Bütternwarder".


Genäht habe ich mir eine "Gretelies" aus einem Reststück mit einem Trecker drauf.

Ich habe den Schnitt mangels Stoff etwas verkleinert 
(35 x 35 cm).

Auf der Rückseite tummeln sich allerlei Hoftiere.
 

Innen ist der letzte Rest vom Stubenwagenhimmel aus den 70ern vernäht worden.

Schnittmuster
Free totorial Gretelies Tasche auf gretelies.blogspot.de



Freitag, 8. August 2014

Errettet aus dem Abfall

Wie das Leben manchmal so spielt.

Bei der Aktion "staubsichere Smartphonetasche" habe ich aufgrund  
denktechnischer Fehler in zwei Schritten
zuerst eine zu kleine Außenhülle und gleich hinterher eine zu kleine Innenhülle für die jetzt passende Außenhülle produziert.

Gelandet sind die "Fehlprodukte" im Papierkorb.

Heute kam mir die Handy-Tasche meines jüngsten Sohnes zu Gesicht.

Ist erst 1 3/4 Jahr alt und doch arg verschlissen (s. links).

ICH würde mit sowas nicht mehr rumlaufen - Jungs sind da anders gestrickt.


Die zu kleinen Hüllen paßten hier wie angegossen. 
Nur noch kürzen, da keine Staubsicherheit gewünscht.

Fertig ist die neue Hülle.

So schnell kann es gehen und wieder Müll gespart.

Donnerstag, 7. August 2014

Granitsteinpflaster fürs neue Smartphone

Mein Sohn hat sich ein neues Smartphone gegönnt und eine staubsichere Hülle ohne "Schnickschnack" bei mir bestellt.

Staubsicher kann ich nicht, aber (vielleicht) fast staubsicher.

Maße vom neuem "Spielzeug" genommen und frisch ans Werk.

Um ehrlich zu sein: ich habe Innen- und Außentasche zwei mal genäht. 
Die Innentasche passend aufs Handy und die Außentasche so "klein", dass sie sich nicht drüberziehen läßt.
Also Außentasche noch mal zuschneiden, Vlieseline aufbügeln, zusammennähen - paßt.
Beim Zusammennähen von Außen- und Innentasche feststellen, daß die Innentasche jetzt zu schmal ist (grummel, grummel).

Also Innentasche die Zweite - paßt.

Knopf habe ich auch zwei mal angenäht. 

Wenn schon - denn schon!



Stoff durfte/musste sich mein Sohn selber aussuchen.




Fürs Innenfutter habe ich ein Biberkopfkissenbezug genommen - den habe ich ausgesucht.

Die Schlaufe an der Seite ist der nicht gewünschte "Schnickschnack", kann man/Mann vielleicht doch noch brauchen.

Sieht nicht gerade schön aus aber erfüllt hoffentlich seinen Zweck. 

Stoffe
Granitsteinpflaster aus einem Patchworkpaket von Buttinette
Innenfutter aus einem Biberkopfkissenbezug

Schnitt
Selbst "zusammengebastelt"