Donnerstag, 25. Juni 2015

Mein Leseeindruck: Liebten wir (Nina Blazon)

 
Taschenbuch (Klappenbroschur), 560 Seiten, Ullsteinbuchverlage.
 
ISBN-13 9783548285771

Inhalt:
Mo liebt ihren Beruf als Fotografin und fängt mit ihren Bildern mehr ein als nur die abgebildeten Menschen. Sie selber träumt von einem harmonischen Familienleben. Zusammen mit ihrem Freund Leon fährt sie zu einer Familienfeier von Leons Familie. Leider nimmt die Feier eine schlechte Wendung und Mo flüchtet (ungewollt) mit Leons Großmutter nach Helsinki. Sie soll dort Aino (Leons Großmutter) helfen jemanden aus deren Vergangenheit zu finden. Die beiden Frauen sind grundverschieden und es dauert lange bis sie Vertrauen zueinander finden.
 
Mein Leseeindruck: 
Die Charaktere sind gut herausgearbeitet obwohl es mir sehr schwer gefallen ist mit Mo „warm zu werden“. Ihre Vergangenheit, die in Rückblenden beschrieben wird, ist ziemlich verwirrend und ich habe, ehrlich gesagt, den roten Faden nicht so recht gefunden.
 
Aino, die Mo eigentlich nur ausnutzen will um von ihrer Familie wegzukommen, ist eine schrullige alte Frau. Sympathisch ist sie mir nicht geworden. Auch ihre Lebensgeschichte kommt nach und nach zum Vorschein.
 
Die Beschreibung von dem Leben in Helsinki in der Gegenwart und in der Vergangenheit hat mir gut gefallen. Aber der Umgang der Protagonisten unter- und miteinander hat mir zunehmend das Lesevergnügen genommen. Auch finde ich die ganze Geschichte zu langatmig und zu düster.
 
Der Schreibstil ist flüssig, aber die allzu detaillierten Schilderungen von Orten stört mich etwas.
 
Das gewählte Bild fürs Cover entspricht der Handlung nicht. Ich hätte bei rosa Wölkchen und Schwalben eine (glücklichere) Liebes- und Lebensgeschichte erwartet.
 
Ich gebe dem Buch knappe 3 von 5 Sterne.
 
Ich habe das Buch bei vorablesen.de gewonnen.
     

1 Kommentar:

  1. Meine liebe Inge,
    ich danke dir recht herzlich für diese offene Beurteilung
    des Buches. Man muss es nicht unbedingt lesen, denke
    ich. Zumal es noch spannende Lektüre bei mir gibt, die
    gelesen werden möchte.
    Einen ruhigen Restabend wünscht Dir
    Irmi

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