Dienstag, 8. November 2016

Tagebuch eines Ackers 2.4 - Nachtrag vom 4.11.2016

Heute morgen hatten wir den ersten Schnee und der erste Hauch von Winter zog übers Land.

Nachzutragen habe ich für "den Acker" noch die Vorauflaufbehandlung vom 4. November 2016.





So sah der Acker aus. Einige "Unkräuter" sind schon zu sehen und die will mein Sohn nicht. Deshalb wird "gespritzt".

Mein Sohn hat mir die Wirkstoffe, Aufwandmenge (wie viel von dem Spritzmittel wird ausgebracht) und was er damit bekämpfen will, aufgeschrieben. Deshalb kommt auch erst heute dieser Post.

Wirkstoff FLURTAMONE und DIFLUFENICAN: je 120 g auf einen Hektar gegen zweikeimblättrige Unkräuter wie Vogelmiere, Ehrenpreisarten, Kamillearten, Hirtentäschelkraut usw.

Wirkstoff FLUFENACET: 120 g / ha gegen einkeimblättrige Unkräuter wie Windhalm, Ackerfuchsschwanz und Rispenarten.

Auf einen Hektar sind 360 g Wirkstoff ausgebracht worden und diese Wirkstoffe werden über den Spross und die Wurzeln aufgenommen.



Kommentare:

  1. Das verstehe ich ja, um wirtschaftlichen Ertrag zu erhalten muss dies bestimmt sein.Ja und ihr bringt bestimmt nur das aufs Feld was erlaubt ist. Aber was bewirkt es, wenn ihr nicht spritzen würdet.Würde der Ertrag dann zu gering zum Leben??? Denn einige beschriebene Kräuter kann man doch auch kaufen und sind genießbar. Ich bin einfach nur neugierig und habe keine Ahnung. LG Adelheid

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    1. Liebe Adelheid, das ist wie beim Gemüse oder den Blumen im heimischen Garten. Wenn man kein Unkraut jätet nimmt es überhand und das Gemüse oder die Blumen werden "überwuchert". Selbst die Biobauern "kämpfen" gegen das Unkraut. Wenn wir alles wachsen lassen würden wäre unsere Ernte entsprechend gering. Stell Dir nur mal vor, Du würdest Weizenmehl kaufen welches nicht nur aus Weizen sondern auch aus Unkrautsamen besteht. Mir ist allemal ein mit geringem Pflanzenschutz behandeltes Getreide lieber als ein Mix aus Getreide und Krautsamen. Dazu kommen dann noch Pflanzenkrankheiten die auch für uns Menschen (und Tiere)schädlich sind.
      Ich hoffe Dir ist mit diesen (mein Sohn würde sagen sehr laienhaften) Ausführungen geholfen.
      Liebe Grüße, Inge

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    2. Liebe Inge, wunderbar und für mich garnicht laienhaft beschrieben. Nun ist mir doch vieles klarer.Ps.mein Brot backe ich selber und das selbst Biobauern so handeln müssen war mir nicht so klar.
      Da bin ich doch über den Preis beim diesem Mehl überrascht.Ganz lieben Dank und liebe Grüße Adelheid

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    3. Liebe Adelheid, Biobauern kämpfen "anders" gegen das Unkraut (habe ich etwas mißverständlich geschrieben). Sie machen das entweder mechanisch mit Maschinen (eggen, striegeln etc.) oder sie flämmen das Unkraut ab. Es steckt also viel (Hand)Arbeit in Deinem Mehl und ich finde die Preise nicht übertrieben. Ich backe übrigens mit unserem eigenen Korn Brot - da weiß ich was drin ist!
      Liebe Grüße, Inge

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  2. Interessant mal die Mengen zu sehen. LG Ingrid

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