Freitag, 27. Januar 2017

Es war einmal: Getreideernte früher

Beim Durchgucken alter Fotoalben habe ich Erntebilder entdeckt. Früher war Getreideernt wirklich Knochenarbeit für Mensch und Tier.
Mein Opa hat noch zusammen mit anderen Knechten das Getreide mit der Sense gemäht. Die Frauen haben dann die Garben mit der Hand gebunden.
Dann kam ein neues Gerät auf den Markt: der Mähbinder

Laut Wikipedia hat 1872 Charles Withington den Mähbinder (auch Bindemäher oder kurz Binder) in den USA entwickelt. Der Mähbinder mäht das Getreide mit einem Mähbalken, bündelt und bindet es zu Garben.
Diese Garben wurden aufgehockt. Wenn das Stroh trocken war wurde es eingelagert und im Winter mit der Dreschmaschine ausgedroschen.
Heute erledigt das Mähen und Ausdreschen ein Mähdrescher in einem Arbeitsgang.

Hier auf dem Hof (ich bin eingeheiratet) gab es schon vor dem zweiten Weltkrieg einen Mähbinder. Damals noch mit drei Pferden als Zugtiere.


Wie auf dem Bild zu sehen ist liegt das Getreide (vorne links) fast am Boden. Deshalb musste ein Mann mit einer Stange das Getreide "ordnen".

Nach dem zweiten Weltkrieg war schon ein Trecker auf dem Hof und ersetzte die Pferde.



Das Aufhocken, oder kurz Hocken, war weiterhin reine Handarbeit.
Ich kann mich noch daran erinnern, dass wir Kinder die Garben zur angefangenen Hocke bringen mussten. Die Erwachsenen haben die Hocken aufgestellt. Dann haben alle auf gutes Erntewetter gehofft damit die Garben trocknen konnten.

Kommentare:

  1. Ja das waren harte Zeiten, kenne ich aus Erzählungen von meinen Eltern und Gro0eltern.
    Aber das Leben insgesamt war wohl ruhiger als heute.
    LG
    Käthe

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  2. Ja Inge ,so ähnlich habe ich es auch noch mitbekommen ,wir besaßen schon Anfang der Fünfziger einen Trecker und Mähbinder , als Kind war man stolz bei der Ernte mit zu helfen ! Unter den Hocken haben wir Kinder uns gerne versteckt , auch zum Spielen hatten wir Zeit .Nach dem Trocknen auf dem Feld wurden die Garben in die Scheune gefahren und bis zum Winter gelagert , dann kam die Dreschmaschine auf den Hof und das Getreide wurde gedroschen . Wenn wir dann aus der Schule nach Hause kamen , hörte man von weitem das Dröhnen der Maschine. Später war diese Zeit Geschichte , als es den Mähdrescher gab .
    L.G. von Wilma

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    1. Wir haben uns auch immer unter den Hocken versteckt und auf dem Feld so manchen Nachmittag mit Spielen verbracht. Hatte ich schon vergessen - dank Dir ist die Erinnerung wieder da.
      Inge

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  3. Hallo Inge,
    solch Dinge kenne ich nur aus Erzählungen. Mein Stiefvater war ein richtiger Bauer und wenn er erzählte und Fotos zeigte war ich immer mächtig beeindruckt. Das war damals eine wirklich harte Zeit, aber trotzdem hatten alle, natürlich besonders die Kinder, immer mächtig Spaß und Freude.
    Liebe Grüße
    Bettina

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  4. Danke für deine Erinnerungen.
    Winkegrüße Larissa

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