Freitag, 10. Februar 2017

Es war einmal: Die Dreschmaschine

Teil 2 der Getreideernte früher

Die trockenen Garben wurden entweder bis zum Winter in der Scheune eingelagert oder gleich weiterverarbeitet.
Hier auf dem Hof gab es schon vor dem zweiten Weltkrieg eine eigene Dreschmaschine.


Diese Fotos sind im Spätsommer aufgenommen. Das sieht man an der Kleidung. Die Frau rechts auf dem Bild trägt eine Haube als Schutz vor der Sonne. Denn blass war angesagt, nur die "Herrschaften" konnten es sich leisten sich vor der Sonne zu schützen da sie nicht auf dem Feld arbeiten mussten. Meine Oma ist im Sommer nie ohne ihren "Schleierhut" in die Sonne gegangen.
Später hat sich das Kopftuch für Frauen durchgesetzt.


Auf diesem Bild trägt die Frau schon ein Kopftuch.

Nun zur Dreschmaschine: Die Garben wurden aufgeschnitten und die Getreidehalme mit Ähren in die Dreschmaschine befördert - natürlich alles Handarbeit. Die Dreschmaschine wurde durch einen Elektromotor mit einem Flachriemen (Keilriemen) angetrieben. Die Ähren wurden ausgedroschen und das Stroh erneut zu Garben gebunden. Das Stroh diente zum Einstreuen der Viehställe und als Raufutter.

Kleiner Höfe hatten keine eigene Dreschmaschine. Eine Leihmaschine wurde von Hof zu Hof gefahren.

Heute erledigt der Mähdrescher alles in einem Arbeitsgang: Mähen und ausdreschen.

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